[Amtlicher Beitrag] Bürgermeister Hetzl beantwortet Campus-Fragen
In Bezug auf die Bürgerversammlung der Kreisstadt Mühldorf a. Inn am 14. Januar 2026 im Stadtsaal erschien am Donnerstag, 29. Januar ein Leserbrief von Walter Kolb in der gedruckten Ausgabe des „Mühldorfer Anzeiger“. Herr Kolb hatte auf der Bürgerversammlung das Wort ergriffen und attackiert in seinem Leserbrief Bürgermeister Michael Hetzl, der die Versammlung leitete. Dieser reagiert mit folgendem Statement:
Bürgermeister Michael Hetzl: „Vorneweg ist festzuhalten, dass Herr Kolb vor mehr als 20 Jahren aus Mühldorf weggezogen ist, seinen Hauptwohnsitz nicht mehr in unserer Stadt hat und hier auch nicht wahlberechtigt ist. Dieser Hinweis nur deshalb, weil die Bürgerversammlung an sich für die Mühldorferinnen und Mühldorf gedacht ist. Es ist ungewöhnlich, als Bürgermeister auf einen Leserbrief zu reagieren. Ich tue es aus zwei Gründen: Zum einen fußen seine Ausführungen auf irrigen Annahmen und Behauptungen; zum anderen ist die Beantwortung der im Leserbrief gestellten beiden Fragen für mich kein Problem. Leider wurden diese Fragen bei der Bürgerversammlung nicht vorgetragen.
Im Leserbrief heißt es, auf der Versammlung sei „nicht wie üblich ein Saal-Mikrofon herumgereicht“ worden. Es wird unterstellt, dass das zentrale Stand-Mikrofon potenzielle Fragesteller abgeschreckt habe. Tatsächlich nutzt die Kreisstadt Mühldorf a. Inn seit Jahren zentral platzierte Mikrofone für die Fragen der Bürgerinnen und Bürger. Fest installierte Saalmikrofone gab es bei den Bürgerversammlungen im Haberkasten schon vor etwa einem Jahrzehnt. Ein negativer Zusammenhang zur Anzahl der vorgetragenen Fragen wurde bislang nicht hergestellt und dafür gibt es auch keinen Anlass.
Herr Kolb hat dann in der Tat weit ausgeholt, ohne Fragen zu stellen. Ich habe ihn erst nach längeren Ausführungen gebeten, zum Ende zu kommen. Daraufhin bat Herr Kolb „nur noch einen Satz“ sagen zu dürfen, was er selbstverständlich durfte. Eine Frage war es nicht. Ich habe dann eine Antwort auf seine rund zweiminütigen Ausführungen gegeben und dann in der Tat nicht zugelassen, dass der vorbereitete Vortrag fortgesetzt wird. Schließlich warteten auch noch andere Bürgerinnen und Bürger darauf, zu Wort zu kommen. Seine im Leserbrief gestellten Fragen hätten problemlos gestellt werden können. Ich beantworte sie gerne an dieser Stelle:
Muss Mühldorf noch bis 2045 warten, bis über einen Campus-Standort entschieden wird, weil so lange noch der aktuelle Mietvertrag läuft?
Nein, aber es ist eine wichtige Rahmenbedingung der Diskussion zu wissen, dass es diesen noch lange laufenden Mietvertrag gibt. Über den langfristigen Campus-Standort sollte wesentlich früher entschieden werden, schon aus Planungsgründen. Es handelt sich aber an sich nicht um eine Frage, die zwingend jetzt zu entscheiden ist, wie auch von Herrn Kolb insinuiert. Das aktuelle Problem für Mühldorf besteht hauptsächlich darin, dass wegen der Campus-Diskussion die Entwicklung des SüMö-Geländes blockiert wird.
Wo sehen Sie den idealen Standort einer Campus-Ansiedlung zur Belebung unserer Innenstadt?
Ich habe mich bereits in der Vergangenheit hierzu geäußert. Ein Standort in Bahnhofsnähe wie etwa am Bonimeierring hätte aus meiner Sicht den Vorteil der optimalen Verkehrsanbindung. Wichtig ist außerdem vor allem, dass genügend Fläche für die langfristige Entwicklung für die Hochschule zur Verfügung steht. Weder der aktuelle Standort noch das SüMö-Areal sind aus meiner Sicht geeignet.“



